Kurvengetriebe in einer Rohr-Ziehmaschine


In Rohr-Ziehmaschinen erfolgt die Verjüngung von vorgefertigten dickwandigen Rohren, indem diese mit absolut konstanter Geschwindigkeit durch eine so genannte Zieh-Matritze gezogen werden. Hier besorgen dies zwei Ziehschlitten, die abwechselnd das verjüngte Rohr zwischen entsprechend angesteuerten Backen einklemmen. Während der jeweilige Arbeits-Schlitten mit konstanter Geschwindigkeit von rechts nach links zieht, läuft der jeweils andere als Leer-Schlitten schnell von links nach rechts zurück, wendet an einem rechten Umkehrpunkt und beschleunigt wieder nach links auf die Ziehgeschwindigkeit. Dann laufen beide Schlitten kurzzeitig synchron. In dieser Phase schließen die Backen des bisherigen Leer- und öffnen die Backen des bisherigen Arbeits-Schlittens und so erfolgt die Übergabe der Ziehfunktion vom einen zum anderen Schlitten. Nachdem der bisher ziehende Schlitten die Ziehfunktion abgegeben hat, wird er langsamer, wendet  an einem linken Umkehrpunkt, und läuft mit erhöhter Geschwindigkeit nach links zurück. Die entsprechend berechneten Kurvenkonturen erzeugen hier kraftschlüssig die präzis aufeinander abgestimmten Bewegungsverläufe beider Schlitten. Der Animationsfilm zeigt als besonderes Leistungsmerkmal der Modellierung von Kurvengelenken in GENESYS, dass auch das mit nicht konstanter Winkelgeschwindigkeit erfolgende Abwälzen der Rollen auf den Arbeitskurven exakt abgebildet wird. 

 

Kraftschlüssiges Kurvengetriebe einer kontinuierlich wirkenden Rohr-Ziehmaschine


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